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PROFIL 21 – Die Staatliche Berufsschule Neumarkt in Eigenverantwortung
Im April dieses Jahres schrieb die Stiftung Bildungspakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus das Modellprojekt „PROFIL 21 – Berufliche Schule in Eigenverantwortung im 21. Jahrhundert“ als Schulversuch aus. Nachdem die Berufsschule Neumarkt mit dem Antrag auf „Entwicklung zu einem kundenorientierten regionalen Dienstleistungszentrum“ beim Kultusministerium bereits vor knapp einem Jahr einen Vorstoß mit ähnlicher Zielsetzung unternommen hatte, bewarb sich die Berufsschule Neumarkt um die Teilnahme an diesem Modellversuch. Anfang September traf die Nachricht ein, dass die Auswahljury aus dem großen Bewerberkreis die Staatliche Berufsschule Neumarkt und 17 weitere bayerische Berufsschulen ausgewählt hatte.
PROFIL 21 richtet sich ausschließlich an öffentliche berufliche Schulen in Bayern und gibt Gelegenheit, die Eigenverantwortung dieser Schulart vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung der Berufs- und Arbeitswelt zu erhöhen. Aufgrund neuer Technologien, Berufe und Strukturen ändern sich die Anforderungen an die beruflichen Schulen ständig. Die zunehmend komplexeren Aufgaben können von den Schulen nur dann erfüllt werden, wenn sie stärker als bisher in die Lage versetzt werden, sich selbst weiterzuentwickeln. Hierzu bedarf es größerer Eigenverantwortung und Gestaltungs-spielräume. Die beruflichen Schulen in Bayern werden ermuntert, neue Wege zu beschreiten mit dem Ziel, die Qualität schulischer Arbeit messbar zu verbessern.
In ihrem Antrag hatte sich die Berufsschule Neumarkt auf die Bereiche „Personalentwicklung und Personalverantwortung“ und „Bildungsverantwortung“ festgelegt. Im ersten Bereich geht es im Wesentlichen um die Entwicklung eines modernen Führungsmodells mit einem Schulleitungsteam und einer mittleren Führungsebene, bestehend aus Bereichs- und Abteilungsleitern mit pädagogischer und personeller Verantwortung. Der zweite Bereich umfasst die Errichtung von Bildungsnetzwerken einmal in vertikaler Richtung für einen optimalen Übergang von den allgemein bildenden Schulen zum Berufsleben, zum Zweiten in horizontaler Richtung zur Steigerung der Ausbildungsqualität und Sicherung bzw. Schaffung von Ausbildungsplätzen und zum Dritten zur sinnvollen Beschulung von Jugendlichen ohne Ausbildungsverhältnis. Außerdem ist jede teilnehmende Schule verpflichtet ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen.
Mit der Teilnahme am Modellprojekt „PROFIL 21“ wird auf alle Beteiligten viel zusätzliche Arbeit zukommen, aber auch die Chance, eine positive und zukunftsfähige Weiterentwicklung des beruflichen Ausbildungswesens und der Wirtschaftsregion Neumarkt entscheidend mitzugestalten. Gekürzter Pressebericht
Neumarkt, 19.09.2006
Dr. Hermann
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